Was gibt es zu sehen? Jordanien bietet Ihnen die großartigen Ruinen der Hellenistischen Städte, die Unterwasserwelt des Roten Meeres, die heiligen Stätten am Jordan und die Wüstenschlösser und –städte.
Amman Die Hauptstadt Jordaniens war ursprünglich eine Siedlung der Ammoniter. Später wurde sie eine der 10 Städte der Dekapolis, unter dem Namen Philadelphia. Die Ruine der Zitadelle, die bis in römische Zeit zurückdatiert werden kann, erhebt sich noch immer über der Stadt, unterhalb davon findet sich ein Theater und das Forum. Byzantinische Kaiser gründeten auf dem Zitadellenhügel eine Kirche. Sehenswert sind auch das Archäologische Museum und die orientalischen Basare der Altstadt von Amman.
Städte der Dekapolis
Jerash
Das antike Gerasa ist eine erstaunliche Stätte – eine der ausgedehntesten römischen Städte, die noch erhalten sind.
Pella ist zum großen Teil noch nicht ausgegraben. Die Stadt war seit der Jungsteinzeit bis in die islamische Zeit kontinuierlich besiedelt.
Umm Qais ist das Gadara der Bibel – der Ort, wo Christus die Dämonen in die Schweineherde fahren ließ. Römische Ruinen, darunter Theater und Bäder, sind hier zutage gekommen.
Christliche Stätten
Madaba ist berühmt für die ausgedehnten Mosaikfußböden in manchen der alten Kirchen. Der bekannteste davon zeigt eine Karte des Heiligen Landes in der St.Georgs-Kirche. Dasselbe gilt für
Umm Rassas – unter dem heutigen Dorf liegen die Überreste einer byzantinischen Siedlung. Die Kirchen hatten Mosaikböden, die denen in Madaba an Schönheit nichts nachstehen.
Der Berg Nebo ist der Ort, von dem aus Moses das Gelobte Land sehen durfte, das er nie betreten sollte. Seit den frühesten Tagen der Christenheit gibt es hier eine Moseskirche.
Petra
Die rosenrote Stadt war die Hauptstadt der Nabatäer, die ihr Handelsimperium während des ersten vorchristlichen Jahrtausends errichteten. Das Gebiet wurde im 2.Jahrhundert nach Christus Teil des römischen Reiches. Mit dem langsamen Niedergang des Karawanenhandels verloren die Nabatäer allmählich an Einfluß und die Bedeutung der Stadt nahm ab, bis sie schließlich aufgegeben wurde.
Die Bauten von Petra sind aus dem roten Sandstein gehauen, für den die Gegend berühmt ist. Es gibt Hunderte von Tempeln und Gräbern. Ein Besuch des ausgedehnten Areals sollte mindestens einen Tag dauern.
Kreuzfahrerburgen
Kerak wurde im 12.Jahrhundert erbaut, auf einem Felsvorsprung, der die Täler im Umkreis überblickt. Nach ihrer Fertigstellung verblieb die Burg nur wenige Jahre in der Hand der Kreuzritter, sie wurde von Saladin erobert und mit einer Garnison versehen. Die guterhaltene Festung ist noch immer ein beeindruckender Anblick und eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Jordanien.
Shobak war die erste Kreuzritterfestung, die im damals Transjordanien genannten Gebiet errichtet wurde, und zwar von König Balduin von Jerusalem zu Beginn des 12. Jahrhunderts. Sie kontrolliert die südliche Ebene zwischen dem Jordantal und Ma’an. Auch Shobak wurde von Saladin eingenommen und später von den Mamlukensultanen genutzt, bis ins 19.Jahrhundert hinein, als die Feste zu guter Letzt von Ibrahim Pascha zerstört wurde.
Ajloun ist eine der wenigen Burgen im Nahen Osten, die nicht von den Kreuzrittern, sondern von den Muslimen errichtet wurde. Sie entstand im Jahre 1184 auf einem Hügel westlich von Jerash. Nach der Schlacht von Hittim im Jahre 1187, als Saladin einen entscheidenden Sieg gegen die Kreuzfahrer errang, verlor die Festung an Bedeutung.
Das Tote Meer
Das Tote Meer, fast 400 m unter dem Meeresspiegel, ist berühmt für seinen Mineralreichtum. Die heilende Wirkung des Wassers ist seit der Antike bekannt. Mehrere Hotels an den Ufern des Toten Meeres bieten leichten und bequemen Zugang zum Wasser.
Hammamat Ma’in liegt östlich des Toten Meeres. Es ist berühmt für seine kalten und heißen Thermalquellen.
Der Taufplatz bei Bethanien am Jordan ist angeblich der Ort, an dem Johannes der Täufer seine Mission began und auch Christus taufte.
Mukawir ca. 60 km südlich von Amman ist der Ort der antiken Herodesfestung Machaerus, wo Johannes der Täufer eingekerkert und später auf Geheiß des Herodes Antipas enthauptet wurde.
Wadi Rum
Die eindrucksvolle Wüstenlandschaft des Wadi Rum ist eine der schönsten der Welt. Eine Halbtagestour einschließlich eines Besuches in einem Beduinenlager ist zweifellos einer der Höhepunkte einer jeden Jordanienreise.
Wüstenschlösser
Die Wüstenschlösser der Omayyaden sind mit denen Syriens vergleichbar. Sie liegen in der Wüste östlich von Amman und sind leicht auf einer Tagestour zu erreichen. Das bekannteste ist das Qasr Azraq, so genannt nach seinen blauen Basaltsteinen. Qasr Azraq war vor Beginn der arabischen Revolte das Hauptquartier von Sherif Hussein und T.E.Lawrence. Das schönste der Schlösser ist Qasr Amra, wo viele der originalen Wandfresken noch erhalten sind. Andere sehenswerte Schlösser sind Qasr Allabat, Qasr Karraneh, Qasr Mushatta und Qastal Palace.
Aqaba liegt auf dem schmalen Landstreifen, der Jordanien Zugang zum Roten Meer verschafft. Die lebhafte Hafenstadt ist berühmt für ihre schönen Strände und die Tauchgründe.
Nationalparks
Unter den landschaftlich schönsten Gebieten Jordaniens ist das Wadi Dana, nahe Al Tafilah. Das Gebiet ist seit 1989 ein Nationalpark und bedeckt gebirgiges Gelände mit Höhen von mehr als 1000 m über dem Meeresspiegel, ebenso wie Wüstengebiete die unterhalb des Meeresspiegels liegen. Hier finden sich zahlreiche seltene Pflanzen- und Tierarten. Das Dorf Dana ist seit prähistorischer Zeit eine Siedlung.
Zwei Camps für Besucher sind von März bis Oktober geöffnet.
Ein anderes Naturschutzgebiet ist Shaumari, wo Oryxantilopen von neuem heimisch gemacht werden.